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Kroatien  2001 
Der Schmidt Chaos Kids Törn 2001

02.06.2001 - 16.06.2001
Kremik -  Palmizana - Krocula - Dubrovnik - Polace (Mljet) - Korcula - Vela Luka (Korcula) - Palmizana - Milna (Brac) - Rogoznica - Skradin - Vodice - Kremik

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Freitag: 01.06.2001: Schmidt Chaos Tours ist wieder unterwegs. Die erste Nachtfahrt gönnten wir schon auf der Fahrt von Pfronten nach Primosten. Zwei Stunden Stau auf der Tauern-Autobahn, Abendessen direkt hinter dem Karawankentunnel und dann Nonstop bis Sibenik, Morgendämmerung im Hafen. 

Samstag 7:00 Uhr erreichten wir die Marina Kremik südlich Primosten. Schönste Sonne, sehr friedliche kleine Marina, guter Service. Unser Schiff, eine Dufour 45 Classic Bj.1999 ist top. Geräumig innen, funktionell außen und schnell unter Maschine und Segel. Proviant bunkern, Schiffsübernahme in aller Ruhe: "Wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht!" war das Sprichwort des Tages. Nach zwei Stunden Spätnachmittagsschlaf noch gut gegessen und dann um 22:00 Uhr in die Kojen, ein herrlicher erster Urlaubstag. 

Sonntag, 03.06.: Um 4:00 Uhr in der Früh ging es los: Blitz, Donner, sintflutartige Regenfälle. Und unser Plan sah Auslaufen um 8:00 Uhr vor. Wecker auf 7:00, Hören: kein Regen mehr, aus den Augen blinzeln: blauen Himmel. Juhu, das Wetter hatte aufgeklart. CD rein in's Bordradio: Crew wecken! Anja: "Ab zum Brot holen!" "Los frühstücken! Zack zack! Ablegen um 8:00!" Schiffswache heute: Rolf und Laynes, ab an Deck. Ablegemanöver vorbereiten.  Um 9:15 Uhr legten wir endlich ab. Nachdem das GPS keinen Satelliten fand, mussten wir erst noch ein Ersatz-GPS besorgen. Das Wetter war super, Wind Mittags NW 5-7 kn,  Kurs Süd. Um 15:00 Uhr kreuzten wir in durch die Durchfahrt zwischen Solta und Brac, um 17:00 Uhr legten wir in der Marina Palmizana an. Hans rödelt im Bug den Grill an, denn es gab T-Bone Steak. Die Buben dichteten ein Bordlied frei nach JBOs "Ein guter Tag zum Sterben!", Anja verschönerte den Salon mit selbstgemalten Bildern und die Tages-Pantry-Crew Hanni und Chris bereiteten die Beilagen für das Abendessen vor. Im NO zog ein schweres Gewitter auf, das uns im Laufe der Nacht kräftig durchschütteln sollte. 

Tagesstrecke: 44 Seemeilen, 20 unter Segel. Steuerbordwache: Laynes und Rolf

Montag, 04.06.: Natürlich traf es den Skipper, denn der musste in der Nacht raus als der Wind drehte. Gegen 5:00 Uhr traf uns die angekündigte Front, das "Spinnenspiel" begann. Leine mit Stopperstek an Mooring, Leine über Winsch holen, Mooring neu belegen, Spring mittschiffs. Kalter Wind aus NE, 6-7 bft. Warum eigentlich immer in Palmizana. Aber es gab auch eine gute Seite: ausschlafen war angesagt. Frühstück um 11:00, Hansi machte Rührei. Gegen 12:00 Uhr immer noch 5-6 Bft.. Die wenigen Yachten die ausliefen gerieten direkt nach der Ausfahrt der Bucht in eine heftige Welle, zwei bis drei Dusche und die Crews waren nass. Wir nicht, denn zur Zeit sitzen wir bei schöner Sonne aber noch immer kaltem Wind an Deck und genießen den Ruhetag. Heute Abend soll es Steaks in der Kneipe hinter dem Berg geben. Erinnert Ihr Euch?? 
19:00 Uhr Die Steak-Kneipe wurde gestrichen, statt dessen gibt es T-Bone-Steak-Nudel-Pampe an Bord. Hans und Rolf genießen gerade einen Sundowner an Deck, passend zu "No Woman, No Cry", was Rolf gerade zum besten gibt.

Tagesstrecke: 0 Seemeilen

Dienstag, 05.06.: Flaute und Sonne, wie sich das Wetter ändern kann. Die Backbordwache Hans, Leander und Flo starteten den Diesel um 7:50 Uhr, warteten auf die letzten Klogänger und schon ging's los. Frühstück gab's auf See, um 10:50 Uhr beehrte uns eine Delphinfamilie und direkt danach gab es die erste Schulungsstunde "Navigation nach Landmarken - ohne GPS". Korcula erreichten wir um 15:00 Uhr.  

Tagesstrecke: 41 Seemeilen, 5 unter Segel. Backbordwache: Leander, Flo und Hans

Mittwoch, 06.06.:
Schon vor dem ersten Hahnenschrei verließ die Schmidt Chaos Crew die Marina Korcula. Das ist das Ergebnis, wenn man die Damen an's Ruder lässt. Während das ganze Schiff noch schlief, starteten sie um 6:00 Uhr den Diesel und hatten bis 10:00 Uhr früh schon 28 Seemeilen hinter sich. Wach wurden Skipper und 1.O erst vom Lärm des Segelsetzens. Leider gab der Wind nur fahrt für 5 Seemeilen, die restlichen 52 Seemeilen mussten sie unter Maschine zurücklegen. Nach der Hafenrundfahrt vor Dubrovnik endete ein langer Tag auf See um 15:00 Uhr in der Marina Dubrovnik. Die folgende Stadtbesichtigung war obligatorisch. Nach der Stadtbesichtigung gönnte sich die Crew ein exklusives Abendessen im Marinarestaurant, denn schwarze Gewitterwolken trieben uns angesichts offener Luken zurück zum Schiff. Müde und geschafft war dann auch um 22:30 Uhr Ruhe im Schiff. 

Hans: Danach war ein opulentes Essen in der Marina angesagt. Von Spießchen bis Pfeffersteak war alles im Programm. Zum Nachtisch gab's Grappa, Eis und Pfannenkuchen. Schon an Bord mussten wir kämpfen um zwei neue Crewmitglieder abzuwehren. Chris hatte zwei Hunde entdeckt. "Ach wie süß - ach wie nett. Die müssen mit!" Jetzt, Stand 22:43 Uhr liegt einer der Hunde vor unserer Gangway. Die Mädels sind hundemüde, der Skipper ist hundemüde und der 1.O ist hundemüde. Die einzigen die fit sind, sind Anja, Leander, Flo und Laynes. So geht ein super Tag zu Ende. Wir werden Träumen, von der klasse Skyline von Dubrovnik.  

Tagesstrecke: 57 Seemeilen, 5 unter Segel. Damenwache: Anja, Hanni und Chris

Donnerstag, 07.06.:
Am nächsten Morgen ging es gemütlich zur Sache: 8:30 Uhr aufstehen, duschen, Frühstücken, verholen an die Tankstelle, einkaufen. Die Schmidt Chaos Kids übten alle ihre ersten Anlegemanöver an der Pier. Gegen 11:00 Uhr verließen wir die Marina Kurs Westen. Wie immer wenn die Steuerbordwache Laynes und Rolf das Sagen hat, wurden schon 5 Seemeilen später die Segel gesetzt. Bei Wind W 12 ktn. kreuzten wir bis zur Südspitze der Insel Mljet. Währenddessen hatte Anja zum wiederholten Mal den armen Hans im "Mensch-ärgere-Dich-nicht" vernichtend geschlagen. Dann frischte der Wind auf, wir refften und mussten feststellen, das der Segelschnitt  bei gerefften Segeln einen "Hart am Wind Kurs" nicht zuließ. Also mussten wir die letzen 18 Seemeilen bis zur Bucht bei Polace im Nordwesten der Insel Mljet motoren. "Der Kurs ist die Richtung, in die der Skipper will und aus der der Wind kommt!" Um 18:00 Uhr machten wir den Kahn direkt vor den Resten der römischen Villa von Polace fest. Nach dem Manöverschluck baute Hans seinen Grill auf, die Kiddies tobten mit dem Schlauchboot durch die traumhafte Bucht, die Damen bereiteten die Beilagen zum Abendessen vor - sie sind zufällig immer dann die Pantrywache, wenn wir grillen - und Rolf verbreitete wieder völlig unwichtige Informationen wie diese in der "Weiten Welt".

Tagesstrecke: 49 Seemeilen, 23 unter Segel. Steuerbordwache: Laynes und Rolf

Freitag, 08.06.:
An diesem Tag hörte keiner der Crew den Hahn. Erst gegen 10:00 Uhr kam Leben ins Schiff. Nach dem Frühstück gedachten wir unseren Seglerfreund Günter und bestiegen einen Berg. Und damit nicht genug, auf der anderen Seite ging's wieder runter zum Nationalpark Mljet, einer Seenlandschaft mit zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren. So soll es dort bis vor kurzem echte Mittelmeer-Seebären, eine sehr seltene Meeressäugerart, gegeben haben. Wie für die Backbordwache üblich, legte die "Amalia" erst nach 13:00 Uhr ab, fuhr zwei Seemeilen unter Segel, teste den Schiffstiefgang in einer engen Durchfahrt und war schon vier Stunden später wieder in der Marina Korcula. Okay, vorher wurde noch eine kurze Hafenrundfahrt mit Molenstop in Lumbarda gemacht. In der Marina wurden die Damen aktiv, das Schiff wurde geschrubbt. Für den Skipper der Befehl, fluchtartig das Schiff zu verlassen. 

Nach einem guten Abendessen im "Marco Polo" in der Altstadt von Korcula und inspiriert von einem sehr guten Damenchor startete die Schmidt Chaos Kids Combo ihr Open Air Konzert auf der Hafenmole von Korcula. Angeheizt von den Songwünschen des Publikums und dem tosenden Applaus nach jeder Nummer spielte die Combo sogar den Alleinunterhalter im nahen Hotel in Grund und Boden. Um Mitternacht stimmte Rolf "Gute Nacht Freunde" an und beendete die Musiksession. 

Tagesstrecke: 22 Seemeilen, 2 unter Segel. Backbordwache: Leander, Flo und Hans

Samstag, 09.06.: Die Damen hatten wieder das Sagen. Das Ergebnis: Auslaufen um 10:50 Uhr, vier Stunden unter Segel, Halsen ohne Ende, 16:30 Uhr vor Buganker in Vela Luka fest. Neuer Tagesrekord unter Segel: 27 Seemeilen. Der Anker fasste erst beim vierten Mal, aber das trainiert. Die Achterleinen-Crew ist langsam fit. Anja machte kopfüber eine Palstek im Ring, Laynes belegte seine Klampe richtig. Flo und Hans kreierten ein tolles Abendessen. Der abendlich Stadtbummel endete mit einem Eis bzw. einem Bier in einer netten Bar am Hafen.  

Tagesstrecke: 33 Seemeilen, 27 unter Segel. Damenwache: Anja, Hanni und Chris

Sonntag, 10.06.: Die Nacht war unruhig! Der Jugo frischte auf 18-20 ktn. auf, die Gewissheit, dass unser Anker eher schlecht als recht hielt, war dem Tiefschlaf einiger Crewmitglieder eher abträglich. Wir waren gerade beim Frühstück, als eine unfähige Österreicher-Crew Ihren Anker quer durch das Hafenbecken schliff und dabei unseren Anker gleich mit ausbrachen. Alarmmäßiges "Zwangsablegen" war die Folge. Mit der Genua im zweiten Reff liefen wir vor dem Wind aus der Bucht. Draußen setzten die Böen so stark ein, dass Lifebelts zur Pflicht wurden.

 Angesichts der Wetternachrichten  wurde das Ziel von Vis auf Palmizana geändert, wo wir gegen 13:40 Uhr einliefen. Das Wetter blieb wechselhaft, der Wind stark. Ein tolles Abendessen bei Zori krönte diesen Abend. Die böse Überraschung folgte bei der Rückkehr zum Schiff. Die Luv-Mooringleine war gebrochen. Ein Marinamann hatte eine Luv-Spring ausgebracht, trotzdem legen wir voll auf unserem Nachbarn. Erst eine Leine zum Luv-Nachbarn entspannte die Situation.

Tagesstrecke: 20 Seemeilen, 19 unter Segel. Steuerbordwache: Laynes und Rolf

Montag, 11.06.:
Der Wetterbericht meldete Jugo, 20-28 ktn. Wind aus SE, See 3-4. Gewitter im Laufe des Nachmittags. Auf dem offenen Meer Sturmwarnung bis Stärke 11. So beschlossen wir um 10:00 Uhr, den Tag in Palmizana zu bleiben. Um 11:30 Uhr schlief der Wind vollkommen ein, wir legten ab und segelten mit 2-3er Wind und motorten nach Milna auf der Insel Brac. Kurz nach dem Festmachen fielen ein paar Tropfen Regen, jetzt drei Stunden später scheint wieder die Sonne. 

Tagesstrecke: 13 Seemeilen, 8 unter Segel. Backbordwache: Leander, Flo und Hans


Dienstag, 12.06.:
Mal wieder hatten die Damen das Sagen! Der Wetterbericht meldete 15-25 ktn. Wind aus NE und bewölkt, in Split und Sibenik morgens um 7:00 Uhr 18 ktn. Als wir die Marina verließen, hatten wir schönste Sonne und so wenig Wind, dass wir Motoren mussten. Zwischen Solta und dem Festland ging's nach Norden, Ziel: Rogoznica. Als wir südlich Drvenik aus dem Schutz der Inseln herauskamen, blies es so heftig, dass das Schiff gegen an nur noch unter drei Knoten lief. Mit ein paar Tricks erreichten wir zwei Stunden später die Rogoznica, Marina Frapa. Schiff und Mannschaft waren weiß vor Salz. 

Tagesstrecke: 41 Seemeilen, 4 unter Segel. Damenwache: Anja, Hanni und Chris

Mittwoch, 13.06.: Der alte Schlendrian hatte sich wieder eingeschlichen. Erst gegen 11:00 Uhr, nach einem gemütlichen Frühstück verliessen wir Rogoznica, Ziel Jezera auf Murter. Vielleicht ergab sich so eine Möglichkeit, Damir, den Skipper des Geranientörns Mai 2001 zu treffen. Nach einem ersten SMS kam die Antwort, er sei mit einer Crew unterwegs, Ziel Kornaten. Also Kursänderung, ab in die Kornaten. Mehreren Nachrichten stand dann fest, Damir wird abends Skradin anlaufen. Frei nach unserem Motto: "Was kümmert mich mein Gewäsch von vor fünf Minuten?" änderten wir wieder unser Ziel. Um 17:00 Uhr machten wir in Skradin fest. Um 18:00 Uhr traf Damir ein, ein großes Hallo setzte ein, gefolgt von einem Abendessen und einer kleinen Bordfete, die bis drei Uhr früh dauerte. 

Tagesstrecke: 41 Seemeilen, 31 unter Segel. Steuerbordwache: Laynes und Rolf    

Donnerstag, 14.06.: Der Morgen endete abrupt. Und viel zu früh. Um 10:00 Uhr war's es Schluss mit lustig. Die Nachbarn redeten vuiel zu laut bei Ihrem Frühstück, irgendwo wurde ein Diesel gestartet, auch viel zu laut. Damir erzählte etwas von einer lokalen kurzen Sturmböe Stärke 12 bft., die ihn in der Nacht beim Verlassen unseres Schiffes auf der Gangway erfasst hatte und ins Hafenbecken befördert hatte. Nach dem Frühstück startete der Chefanimator Hans mit Anja, Laynes und Leander einen Ausflug zu den Wasserfällen, der Rest gammelte an Bord. Um 16:10 Uhr legten wir ab, Ziel Zlarin. Doch in Zlarin fanden wir keinen Liegeplatz mehr, so erreichten wir um 19:00 Uhr Vodice. 

Zum Abendessen ging's zu Guste! Die Kids hatten gleich nach dem Anlegen in einer Eilaktion einen Tisch reserviert! Das Essen war wie immer sensationell! Entgegen alter Sitten gingen wir danach direkt auf's Schiff. Totmüde fielen wir in die Kojen. 

Tagesstrecke: 18 Seemeilen, 0 unter Segel. Backbordwache: Leander, Flo und Hans

Freitag, 15.06.: Der letzte Tag auf See. Entgegen der üblichen Wacheeinteilung wurde eine "Kidswache" gebildet. Die vier Kids übernahmen das Kommando, legten selbstständig ab und hatten schon 10 Minuten Segel gesetzt, sehr zum Ärger von Chefmotorbootfahrer Hans L., der dem langjährigen Titelinhaber Rolf S. diesen Titel auf diesem Törn abgejagt hat. Gegen Mittag erreichten wir die Marina Kremik. Unser Törn war zu Ende. Schön war's.

Tagesstrecke: 16 Seemeilen, 14 unter Segel. Kidsbordwache: Anja, Leander, Laynes und Flo

Das amtliche Endergebnis: Gesamtstrecke: 384 Seemeilen, davon 169 sm unter Segel.

Die Verteilung der Gesamtstrecke und der Anteil unter Segel auf die einzelnen Wachen wird hier unter besonderer Rücksichtnahme auf den Wachführer der Backbordwache nicht veröffentlicht.

Stand: Sonntag, 17.06.2001 19:00 Uhr

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Stand: 04. Juli 2015                                                     Copyright © 2001 Schmidt Chaos Tours